Rosmarin-Morgenbad
Ein kurzes, warmes Rosmarinbad an einem ruhigen Wochenendmorgen. Die Tradition der österreichischen Kurorten, um den Körper vor einem langen Spaziergang oder einem fordernden Tag wachzubringen.
Schritte
Einen kräftigen Rosmarin-Aufguss ansetzen
Eine kleine Handvoll getrocknete Rosmarinnadeln, etwa drei Esslöffel, in einen halben Liter eben aufgekochtes Wasser. Zugedeckt fünfzehn Minuten ziehen lassen. Währenddessen die Wanne einlassen.
Ein warmes Bad einlassen, kein heißes
Die Wanne mit Wasser füllen, das sich auf dem Handgelenk angenehm warm anfühlt, etwa siebenunddreißig Grad. Ein Morgenbad soll einladend sein, kein Schwitzbad.
Den Aufguss durch ein Sieb ins Badewasser gießen
Den Rosmarin-Aufguss direkt durch ein feines Sieb ins Badewasser geben. Das Bad riecht dann nach Spätsommergarten. Bitte kein Rosmarin-ätherisches-Öl verwenden; der Kräuteraufguss reicht.
Acht bis zehn Minuten bleiben
Langsam einsteigen. Nicht länger als zehn Minuten bleiben. Rosmarin wirkt belebend, ein langes Bad gehört nicht zu dieser Morgenpraxis.
Kurz kühl abspülen, warm anziehen
Zum Abschluss die Beine kurz mit kühlem Wasser abbrausen. Abtupfen, warm anziehen, ein Glas Wasser trinken, dann in den Tag. Vor körperlicher Anstrengung etwa zwanzig Minuten warten.
Rosmarinbäder gehören zur österreichischen Kurorten-Tradition als Morgenpraxis, nicht als Abendpraxis. Nicht abends: viele Menschen werden von Rosmarin wach gehalten. Bei fieberhaftem Körper, bei offenen Hautstellen und im ersten Schwangerschaftsdrittel sicherheitshalber auslassen, später in der Schwangerschaft die Hebamme fragen. Bei medikamentös eingestelltem Bluthochdruck, bei Herzerkrankungen oder bei Epilepsie vor einer regelmäßigen Anwendung mit der Ärztin sprechen. Die Wassertemperatur bleibt warm, nicht heiß, vor allem für ältere Menschen. Bitte nur den Kräuteraufguss verwenden; ätherisches Rosmarinöl ist konzentriert und nicht für das Badewasser geeignet. Keine Praxis für kleine Kinder.