Lavendel-Atemritual
Eine vierminütige Atempraxis im abgedunkelten Schlafzimmer mit einem kleinen Lavendelsäckchen in Kissennähe. Kein Tee, kein Öl auf der Haut, nur langsame gezählte Atemzüge und der Duft des Gartens.
Schritte
Das Säckchen platzieren, nicht das Öl
Ein kleines Stoffsäckchen mit getrockneten Lavendelblüten auf den Nachttisch oder unter den Kissenbezug schieben, aber nicht direkt unter den Kopf. Das Säckchen alle paar Monate auffrischen. Es geht um einen sanften Hintergrundduft, nicht um einen kräftigen.
Das Licht herunterfahren
Nur die Nachttischlampe oder das Flurlicht durch eine halb geöffnete Tür. Das Telefon im anderen Zimmer oder mit dem Display nach unten quer durch den Raum. Das Zimmer gehört jetzt dem Schlaf.
Auf den Rücken legen, Hände neben den Körper
Sich auf den Rücken legen, die Hände flach neben dem Körper. Die Schultern fallen lassen. Das Gewicht der Decke wahrnehmen, ohne etwas verändern zu wollen.
Vier Atemzüge ruhig zählen
Durch die Nase langsam auf vier einatmen. Sanft auf zwei halten. Durch die Nase auf sechs ausatmen. Insgesamt vier Runden. Der Lavendelduft kommt bei jedem Einatmen ganz von selbst mit.
Das Zählen loslassen
Nach der vierten Runde das Zählen loslassen und normal weiteratmen. Auf die gewohnte Schlafseite drehen. Wenn Gedanken kommen, sie als Gedanken benennen und die Aufmerksamkeit zum nächsten Ausatmen zurückbringen.
Ein Duftsäckchen am Bett ist eine Volkstradition mit langer Geschichte in Bauerngarten-Haushalten. Diese Praxis arbeitet mit getrockneten Lavendelblüten im Säckchen, nicht mit ätherischem Öl. Kein ätherisches Öl auf Kissen oder Haut als Teil dieses Rituals. Das Säckchen außer Reichweite kleiner Kinder und Haustiere aufbewahren, die es nicht annagen oder öffnen sollen. Bei Heuschnupfen oder ausgeprägter Duftempfindlichkeit ein kleineres Säckchen wählen oder es quer durch den Raum platzieren. Wenn der Duft eher wach hält als zur Ruhe bringt, hat das Säckchen seine Aufgabe erfüllt und gehört zur Seite gelegt. Diese Praxis ersetzt keine ärztliche Beratung zu Schlafproblemen; bei anhaltender Schlaflosigkeit lohnt sich ein Gespräch mit der Ärztin.