Wassertreten nach Kneipp
Eine kurze Morgenpraxis im kalten Wasser, in der Tradition von Sebastian Kneipp. Zwei Minuten langsames Schreiten in der Wanne.
Schritte
Die Wanne vorbereiten
Die Badewanne oder einen tiefen Eimer mit kaltem Wasser aus der Leitung füllen, etwa wadenhoch. Kein Eis, nichts dazu. Das Wasser steht auf Leitungstemperatur und fühlt sich deutlich kühl an, aber nicht schmerzhaft.
Langsam hineinsteigen
An der Wand oder am Rand festhalten. Zuerst mit einem Fuß hineinsteigen, dann mit dem anderen. Jeden Fuß ganz aus dem Wasser heben, bevor er wieder hineingestellt wird. Langsam auf der Stelle gehen, so wie ein Storch geht.
Aufhören, wenn die Kälte scharf wird
Eine halbe Minute reicht am Anfang. Die meisten kommen nach einigen Wochen auf zwei bis drei Minuten. Früher aufhören, wenn die Kälte scharf oder unangenehm wird. Es geht um die Praxis, nicht um die Zeit.
Abstreifen statt abreiben
Heraussteigen, das Wasser mit den Händen abstreifen. Nicht mit dem Handtuch abreiben. Sofort warme Wollsocken anziehen und eine Minute herumgehen, bis die Füße von selbst warm werden.
Kalte Wasseranwendungen sind nicht geeignet bei ausgeprägten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei diabetischer Neuropathie oder anderer verminderter Empfindung an den Füßen, beim Raynaud-Syndrom oder bei einer Infektion der Harnwege oder Nieren. Sofort aufhören und sich aufwärmen, wenn die Kälte schmerzhaft wird. An der Wand festhalten, damit man nicht ausrutscht.