Eibisch-Halsspülung
Ein kühler, schleimhaltiger Aufguss aus Eibischwurzel zum abendlichen Gurgeln. Der langsame Kaltansatz löst die schleimigen Polysaccharide heraus, wie es die alten Kräuterbücher beschreiben.
Schritte
Kaltansatz vorbereiten
Einen gehäuften Teelöffel geschnittene Eibischwurzel in 250 Milliliter kaltes Wasser geben. Umrühren, zudecken und ein bis zwei Stunden stehen lassen, oder über Nacht im Kühlschrank.
In eine saubere Tasse abseihen
Durch ein feines Sieb gießen. Die Flüssigkeit ist dickflüssiger als Tee, ein wenig sirupartig. Das ist der Schleim; nicht erhitzen, denn Hitze macht ihn dünn.
Einen kleinen Schluck nehmen
Einen kleinen Schluck im hinteren Rachen halten. Den Kopf leicht zurücklegen und etwa zwanzig Sekunden sanft gurgeln. Ins Waschbecken ausspucken.
Zweimal wiederholen
Insgesamt drei kleine Gurgelportionen. Den Ansatz innerhalb weniger Stunden verbrauchen und am nächsten Tag frisch ansetzen.
Mit klarem Wasser nachspülen
Zum Abschluss kurz mit klarem Wasser spülen. Mindestens eine halbe Stunde warten, bevor du Zähne putzt oder andere Mundmedikamente nimmst, denn die Schleimschicht kann deren Aufnahme beeinflussen.
Eibischwurzel ist ein altes europäisches Schleimkraut und meist gut verträglich. Der Schleimstoff im Eibisch kann die Aufnahme anderer Mundmedikamente verzögern; halte deshalb mindestens eine halbe Stunde Abstand zwischen Gurgeln und geschluckten Medikamenten. Schwangerschaft und Stillzeit: Gurgeln wird nicht geschluckt, die systemische Aufnahme ist gering; bei Unsicherheit die Hebamme fragen. Kinder ab etwa sechs Jahren können mit Aufsicht eine kleinere Portion gurgeln, sofern sie sicher ausspucken können. Halsschmerzen mit hohem Fieber, Schluckbeschwerden, Atemnot, vermehrtem Speichelfluss bei kleinen Kindern oder Beschwerden über mehrere Tage gehören in ärztliche Abklärung; diese Spülung ist für gewöhnliche kratzige Hals-Tage gedacht.