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Thymian

Thymus vulgaris
Quellen
4 ausgewiesen
WofürThymian als traditionelles Mittel bei verschleimtem Erkältungshusten, etwa als warmer Tee.
Klinische Evidenz
SicherheitMeist gut verträglichKüchengewürz, arzneilicher Tee und konzentriertes Thymianöl sind unterschiedlich zu beurteilen. Thymianzubereitungen können allergische Reaktionen und Magenbeschwerden verursachen. Die Altersgrenzen hängen vom Präparat ab. Arzneiliche Anwendungen werden in Schwangerschaft und Stillzeit mangels ausreichender Daten nicht empfohlen. Honig darf Säuglingen unter zwölf Monaten nicht gegeben werden.
Tradition
Übliche Zubereitungen
Frische BlätterTeeTinkturSirupÄtherisches Öl VorsichtThymian Honig

In Kürze

Zusammenfassung der Erkenntnisse zum schnellen Nachschlagen

Thymian hat eine lange europäische Kräutertradition. Antike Texte beschreiben thymos oder thymum bei Atembeschwerden, doch die Zuordnung zum heutigen Thymus vulgaris ist unsicher. Sicherer greifbar sind spätere Kräuterbücher, etwa Culpepers Eintrag zu Thymian. Der oft als Brücke zur Klostermedizin angeführte Hortulus von Walahfrid Strabo enthält keinen entsprechenden Thymianeintrag. Eine lückenlose Überlieferung derselben Art und derselben Hustenanwendung lässt sich aus den vorliegenden Quellen daher nicht ableiten.

Die Studien am Menschen betreffen vor allem Arzneimittel mit einer festgelegten Kombination von Pflanzenextrakten. Kemmerich und Kollegen untersuchten 2006 Thymian mit Efeu, Kemmerich 2007 Thymian mit Primelwurzel, jeweils bei Erwachsenen mit akuter Bronchitis. Die Hustenanfälle gingen unter den Kombinationen stärker zurück als unter einem Vergleichsmittel ohne Wirkstoff (Placebo). Welchen Anteil Thymian allein daran hatte, zeigen diese Studien nicht. Thymiantee wird traditionell bei Erkältungshusten verwendet. Für eine Behandlung der Bronchitis durch den Tee fehlt ein entsprechender Nachweis.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) fasst Anwendung und Sicherheit von Thymiankraut in einer Monografie zusammen. Sie umfasst das Kraut von Thymus vulgaris und Thymus zygis. Als traditionelle Anwendung nennt sie ausschließlich verschleimten Erkältungshusten, auch für Arzneitee. Verdauungsbeschwerden gehören nicht dazu. Die Altersgrenzen unterscheiden sich je nach Zubereitung. Tee wird unter zwölf Jahren nicht empfohlen. Für ätherisches Thymianöl gelten eigene Vorgaben. Honig darf Säuglingen unter zwölf Monaten wegen des Botulismusrisikos nicht gegeben werden.

Klinische Evidenz ↔ Historische Bedeutung
Wir zeigen zwei getrennte Kategorien von Evidenz: klinische Evidenz aus modernen Studien und historische Bedeutung aus dokumentierter Heiltradition. Beide sind wertvoll, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen.
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In jedem unserer Lexikoneinträge bewerten wir zwei unterschiedliche Kategorien von Evidenz: Die in Studien verwendete klinische Evidenz erfüllt einen engeren, aber für die wissenschaftliche Beweisführung wichtigen Maßstab. Gleichzeitig sind die hunderttausenden weltweit vorkommenden Pflanzenarten bis heute nur teilweise in modernen Studien erfasst und getestet worden.

Darüber hinaus erheben unsere Experten für jeden Eintrag einen umfassenden Überblick darüber, wo und seit wann eine Pflanze in verschiedenen Naturheilkundetraditionen zum Einsatz gekommen ist. Wenn eine Pflanze in zahlreichen Kulturen über viele Generationen hinweg als Heilpflanze verwendet wurde, sollte auch diese historische Bedeutung sichtbar werden.

Wir meinen: Ein wirklich aussagekräftiger Überblick entsteht erst, wenn beide Kategorien nebeneinander dargestellt werden. Was in welche Kategorie fällt, kommunizieren wir hier transparent.

01
Überblick

Überblick

Der Echte Thymian (Thymus vulgaris) ist ein kleiner, aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er stammt aus dem Mittelmeerraum. Seine graugrünen Blätter werden als Küchengewürz und für Kräuterzubereitungen verwendet. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) beschreibt Thymiankraut als traditionelles Mittel bei verschleimtem Erkältungshusten. Ihr Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) fasst Anwendung und Sicherheit in einer Monografie zusammen. Diese Einordnung beruht auf langjährigem Gebrauch. Für eine allgemein anerkannte medizinische Verwendung reichen die Belege aus Studien am Menschen nicht aus. Verdauungsbeschwerden gehören nicht zu den Anwendungsgebieten dieser Monografie.

Thymiantee wird als Hausmittel bei Erkältung und Husten verwendet. Das ist etwa in einer Befragung in Osttirol dokumentiert. Zubereitungen mit Honig sind aus älteren Kräuterbüchern überliefert. Das ätherische Öl des Thymians enthält unter anderem Thymol, Carvacrol, p-Cymol und Linalool. Auch bei Pflanzen derselben Art können unterschiedliche Stoffe im Öl überwiegen. Solche chemischen Varianten nennt man Chemotypen. Studien am Menschen betreffen vor allem bestimmte Kombinationen mit Efeublättern oder Primelwurzel. Ihre Ergebnisse lassen sich nicht unmittelbar auf Thymian allein oder eine selbst zubereitete Tasse Tee übertragen. Auch Thymiantee kann als pflanzliches Arzneimittel angeboten werden. Entscheidend sind das konkrete Produkt und seine Anwendung.

02
Geschichte

Geschichte

Thymianartige Kräuter werden bereits in antiken Texten beschrieben. Dioskurides nennt thymos unter anderem als Zubereitung mit Honig bei Atembeschwerden. Plinius führt thymum bei Husten an. Welche heutigen Arten hinter diesen Namen stehen, ist jedoch nicht immer eindeutig. Sie lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres mit dem Echten Thymian, Thymus vulgaris, gleichsetzen. Die häufig erzählten Geschichten über ägyptische Einbalsamierungen, griechischen Tempelweihrauch oder die Verbreitung durch römische Legionen sind für diese Art hier nicht ausreichend belegt.

In europäischen Kräuterbüchern der frühen Neuzeit begegnet Thymian als Küchen- und Heilpflanze. Culpepers englisches Kräuterbuch nennt ihn bei Husten und Atembeschwerden. Eine Befragung in Osttirol dokumentiert Thymiantee als Hausmittel bei Erkältungen und Husten. Zubereitungen mit Honig beschreiben bereits Fuchs und Tabernaemontanus. Eine durchgehende regionale Überlieferung belegen diese einzelnen Quellen nicht. Die heutige EMA-Monografie beschreibt ausschließlich eine traditionelle Anwendung bei verschleimtem Erkältungshusten. Ältere Monografien der deutschen Kommission E nennen unter anderem Bronchitis und Entzündungen der oberen Atemwege mit Schleimbildung. Daraus ist keine Empfehlung zur Selbstbehandlung schwerer Atemwegserkrankungen abzuleiten.

03
Wirkmechanismus

Wirkmechanismus

Das ätherische Öl prägt den Duft und Geschmack des Thymians. Zu seinen Bestandteilen gehören Thymol, Carvacrol, p-Cymol und Linalool. Pflanzen derselben Art können sich stark darin unterscheiden, welcher Stoff im Öl überwiegt. Solche Formen nennt man Chemotypen. Neben thymolreichen Pflanzen gibt es etwa linalool- oder geraniolreiche Formen. Ihre Öle können deshalb unterschiedlich riechen. Das kräftig würzige Aroma des üblichen Gartenthymians wird häufig von Thymol geprägt.

Labor- und Tierstudien beschreiben bei Thymianextrakten und einzelnen Inhaltsstoffen Wirkungen gegen Mikroorganismen, krampflösende Wirkungen und Wirkungen auf Husten. Untersucht wurden unter anderem Thymol, Carvacrol und die glatte Muskulatur, die etwa Darm und Atemwege umgibt. Ob die geprüften Konzentrationen und Wirkungen auf Menschen übertragbar sind, hängt von der Zubereitung ab. Eine Behandlung gegen Krankheitserreger durch Thymiantee ist damit nicht belegt. Auch welchen Anteil Wärme, Duft oder Honig an einer empfundenen Linderung haben, zeigen diese Untersuchungen nicht.

Kemmerich und Kollegen untersuchten 2006 ein Arzneimittel aus Thymiankraut- und Efeublätterextrakten bei 361 Erwachsenen mit akuter Bronchitis und verschleimtem Husten. Kemmerichs Studie von 2007 mit ebenfalls 361 Erwachsenen prüfte eine andere Kombination aus Thymiankraut- und Primelwurzelextrakten. In beiden Studien gingen die Hustenanfälle unter dem jeweiligen Kombinationspräparat stärker zurück als unter einem Vergleichsmittel ohne Wirkstoff (Placebo). Diese Ergebnisse gelten für die untersuchten Arzneimittel. Welchen Anteil Thymian allein daran hatte und ob eine Tasse Thymiantee ähnlich wirkt, lässt sich daraus nicht bestimmen.

Für Thymiankraut allein stützt sich die EMA auf die langjährige Anwendung bei verschleimtem Erkältungshusten. Die vorhandenen Studien am Menschen reichten der Behörde nicht aus, um die Wirksamkeit sicher zu belegen. Zur traditionellen Anwendung zählt auch Arzneitee. Laborbefunde zu Thymianextrakten und Inhaltsstoffen wie Thymol oder Carvacrol geben Hinweise darauf, wie einzelne Inhaltsstoffe wirken könnten. Sie beweisen aber weder eine Behandlung von Atemwegsinfektionen noch eine Wirkung von selbst zubereitetem Thymian-Honig.

04
Anwendung

Anwendung

Formen und Zubereitung

Für arzneilichen Thymiantee nennt die EMA für Erwachsene und Jugendliche ab zwölf Jahren ein bis zwei Gramm zerkleinertes Thymiankraut auf 150 Milliliter kochendes Wasser. Beachte bei einem fertigen Arzneitee die Gebrauchsinformation. Lass den Aufguss zugedeckt ziehen und seihe ihn anschließend ab. Ein Küchenzweig oder eine Teelöffelmenge lässt sich nicht verlässlich mit der angegebenen Grammmenge gleichsetzen. Für Thymiantee mit Honig bereitest du den Tee frisch zu, lässt ihn auf eine angenehm warme Temperatur abkühlen und rührst nach Geschmack einen Teelöffel Honig ein. Honig ist für Säuglinge unter zwölf Monaten nicht geeignet. Ätherisches Thymianöl gehört nicht in diese Küchenzubereitung. Für seine arzneiliche Anwendung brauchst du ein dafür vorgesehenes Präparat mit eigener Gebrauchsinformation.

Dosierung

Die EMA nennt für arzneilichen Thymiantee ab zwölf Jahren ein bis zwei Gramm Kraut auf 150 Milliliter Wasser, drei- bis viermal täglich, bei verschleimtem Erkältungshusten. Arzneilicher Thymiantee wird unter zwölf Jahren nicht empfohlen. Einige bestimmte Extrakte haben andere Altersgrenzen. Diese Teedosierung darfst du nicht auf Kinder unter zwölf Jahren übertragen. Bei Kombinationen mit Efeu oder Primelwurzel richtet sich die Dosierung nach dem jeweiligen Arzneimittel. Die Mengen sind weder auf beliebige Extrakte noch auf ätherisches Öl übertragbar. Wenn sich der Husten verschlechtert oder länger als eine Woche anhält, lass ihn ärztlich abklären. Bei Atemnot, Fieber oder eitrigem beziehungsweise blutigem Auswurf solltest du früher medizinische Hilfe suchen. Für Honig gilt zusätzlich eine eigene Altersgrenze: Säuglinge unter zwölf Monaten dürfen ihn nicht bekommen. Das bedeutet nicht, dass jede Thymianzubereitung ab dem ersten Geburtstag geeignet ist.

05
Sicherheit

Sicherheit

Sicherheitsprofil
Wenn du gegen Thymian oder andere Lippenblütler allergisch bist, darfst du diese Thymiankraut-Arzneimittel nicht anwenden. Magenbeschwerden und allergische Reaktionen sind möglich. Für ätherisches Thymianöl gelten eigene Hinweise: Es kann Haut und Schleimhäute reizen. Verwende dafür vorgesehene Arzneimittel nach ihrer Gebrauchsinformation und mische keine beliebigen Öltropfen in Tee. Die EMA empfiehlt die Einnahme von Thymianöl und das Auftragen auf die Haut unter 18 Jahren nicht. Badezusätze werden unter drei Jahren nicht empfohlen. Bei Kindern unter zwei Jahren darf Thymianöl wegen der Gefahr eines Kehlkopfkrampfs nicht im Gesicht, besonders nicht im Nasenbereich, angewendet werden. Die EMA empfiehlt arzneiliche Thymianzubereitungen einschließlich Tee in Schwangerschaft und Stillzeit mangels ausreichender Sicherheitsdaten nicht. Übliche Gewürzmengen in Speisen sind davon zu unterscheiden. Für Kinder gelten je nach Arzneimittel eigene Altersgrenzen. Die Teeanwendung wird unter zwölf Jahren nicht empfohlen. Honig darf Säuglingen unter zwölf Monaten wegen des Botulismusrisikos nicht gegeben werden. Wenn der Husten länger als eine Woche anhält oder sich verschlechtert, suche ärztlichen Rat. Bei Atemnot, Fieber oder eitrigem beziehungsweise blutigem Auswurf ist eine frühere Abklärung nötig.
06
Verwechslungen

Verwechslungen

Botanik
Familie
Lamiaceae
Heimische Regionen
Mediterranean (native), Western Mediterranean basin, Central Europe (naturalized), Austrian gardens, cultivated worldwide
Erntezeit
Herb harvested during flowering in summer; exact timing varies with growing conditions.
Lebensraum
Sonnige, trockene, kalkhaltige Hänge sind der natürliche Lebensraum des Thymians. Im Garten will der Thymian gut durchlässigen, steinigen, leicht kalkhaltigen Boden und einen südseitigen Platz. Er verträgt Trockenheit gut und mag keine nassen Füße. Heimisch ist er im westlichen Mittelmeerraum, inzwischen in Mitteleuropa stellenweise eingebürgert und als Küchen- und Heilkraut weltweit kultiviert.
Erkennen & Sammeln
Thymian ist ein aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler. Er wird zehn bis vierzig Zentimeter hoch und wächst im Alter oft stärker in die Breite. Seine kleinen, graugrünen Blätter sind schmal und haben nach unten gerollte Ränder. Sie stehen paarweise einander gegenüber an dünnen, verholzten Stängeln. Wenn du sie zwischen den Fingern verreibst, riechen sie kräftig würzig, häufig nach Thymol. Die kleinen weißen, zart rosa oder violetten Blüten haben eine Ober- und eine Unterlippe. Sie stehen in kurzen Gruppen am Ende der Triebe, ringförmig um den Stängel angeordnet. Der für Lippenblütler typische vierkantige Stängel fällt kaum auf, weil die dünnen Stängel rasch verholzen. Für die Schweiz nennt Flora Helvetica eine Blütezeit von Mai bis Oktober.

Ähnliche Pflanzen und Verwechslungen

Unangenehm

Sand-Thymian oder Quendel (Thymus serpyllum)

Der Sand-Thymian (Thymus serpyllum), auch Quendel genannt, ist eine verwandte, meist niedrig und kriechend wachsende Art. Sein Aroma kann sich vom Gartenthymian unterscheiden. Ein Zitronenduft ist kein verlässliches Erkennungsmerkmal. Die EMA-Monografie für Thymiankraut bezieht sich auf Thymus vulgaris und Thymus zygis, nicht auf Thymus serpyllum.

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Häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie bereite ich Thymian-Honig zu Hause zu?

Bereite Thymiantee frisch nach der Gebrauchsinformation zu, seihe ihn ab und lass ihn auf eine angenehm warme Temperatur abkühlen. Dann kannst du nach Geschmack einen Teelöffel Honig einrühren. Die Honigzugabe ändert nichts an der vorgeschriebenen Dosierung des Arzneitees. Für Säuglinge unter zwölf Monaten ist Honig ungeeignet. Beachte bei Kindern außerdem die Altersgrenze des Thymianpräparats.

Ab welchem Alter dürfen Kinder Thymian mit Honig bekommen?

Honig darf Säuglingen unter zwölf Monaten nicht gegeben werden, auch nicht in Tee oder anderen Speisen. Er kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten und eine schwere Erkrankung auslösen, den Säuglingsbotulismus. Für Thymian als Arzneimittel gelten eigene Altersgrenzen. Die EMA beschreibt die meisten Zubereitungen aus Thymiankraut, einschließlich Tee, ab zwölf Jahren. Einige bestimmte Extrakte sind für Kinder ab vier Jahren beschrieben. Ob ein Präparat für dein Kind geeignet ist, steht in der Gebrauchsinformation. Bei jüngeren Kindern mit Husten lass dich kinderärztlich oder in der Apotheke beraten.

Darf ich Tropfen des ätherischen Thymianöls einnehmen?

Verwende zur Einnahme nur ein dafür vorgesehenes Thymianöl-Arzneimittel nach seiner Gebrauchsinformation. Eine beliebige Aromaflasche ist dafür ungeeignet. Die EMA beschreibt eigene Arzneimittel zum Einnehmen, zum Auftragen auf die Haut und als Badezusatz. Dosierungen und Altersgrenzen unterscheiden sich. Die Einnahme und das Auftragen auf die Haut werden unter 18 Jahren nicht empfohlen, Badezusätze unter drei Jahren nicht. Bei Kindern unter zwei Jahren darf Thymianöl wegen eines möglichen Kehlkopfkrampfs nicht ins Gesicht, besonders nicht an die Nase. Reines Öl kann Haut und Schleimhäute reizen. Thymiantee ist eine andere Zubereitung.

Was ist der Unterschied zwischen Garten-Thymian und wildem Thymian?

Gartenthymian ist meist Thymus vulgaris, ein aufrechter mediterraner Halbstrauch. Als wilder Thymian oder Quendel werden mehrere niedrig wachsende Thymianarten bezeichnet, darunter Thymus serpyllum. Die Arten sind verwandt, unterscheiden sich aber botanisch und in der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe. Ein milder oder zitroniger Duft allein reicht zur Bestimmung nicht aus. Die EMA-Monografie für Thymiankraut gilt ausdrücklich für Thymus vulgaris und Thymus zygis. Sie lässt sich nicht pauschal auf Quendel übertragen.

08
Quellen

4 Belege.

  1. Bernd Kemmerich; Reinhild Eberhardt; Holger Stammer. Efficacy and tolerability of a fluid extract combination of thyme herb and ivy leaves and matched placebo in adults suffering from acute bronchitis with productive cough. A prospective, double-blind, placebo-controlled clinical trial. 2006. doi:10.1055/s-0031-1296767
  2. Bernd Kemmerich. Evaluation of efficacy and tolerability of a fixed combination of dry extracts of thyme herb and primrose root in adults suffering from acute bronchitis with productive cough. A prospective, double-blind, placebo-controlled multicentre clinical trial. 2007. doi:10.1055/s-0031-1296656
  3. European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). Community herbal monograph on Thymus vulgaris L. and Thymus zygis L., herba. 2013. Quelle
  4. European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). European Union herbal monograph on Thymus vulgaris L., Thymus zygis L., aetheroleum, Revision 1. 2020. Quelle

Rechtlicher Hinweis: Die Darstellung historischer Bedeutung und traditioneller Verwendung dient der Einordnung im Rahmen unseres Pflanzenlexikons. Sie ist keine gesundheitsbezogene Angabe für ein Produkt, kein Heilversprechen und kein Ersatz für medizinische Beratung. Welche Aussagen auf Produktetiketten, Produktseiten oder in Werbung zulässig sind, richtet sich nach den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben.