Knoblauch
In Kürze
Zusammenfassung der Erkenntnisse zum schnellen Nachschlagen
Knoblauch (Allium sativum) hat eine lange Geschichte als Würz- und Heilpflanze. Herodot berichtet von seinem Verzehr durch ägyptische Pyramidenarbeiter. Dioskurides beschreibt ihn als Skorodon, Plinius widmet ihm ein Kapitel mit einundsechzig Heilmitteln. Auch in der Ayurveda als Rasona oder Lashuna und in der chinesischen Medizin als Da Suan ist Knoblauch bekannt. In Österreich gehört er zum Küchenalltag und zu den überlieferten Hausmitteln.
Die modernen Monografien ordnen Knoblauch zurückhaltend ein. Die EMA nennt für bestimmte Zubereitungen ausschließlich traditionelle Anwendungen: ergänzend zur Vorbeugung von Arteriosklerose und bei Erkältungssymptomen. Die deutsche Kommission E bewertet die Anwendung bei erhöhten Blutfettwerten und altersbedingten Gefäßveränderungen positiv; die ESCOP behandelt Herz-Kreislauf- und Atemwegsanwendungen. Frischer Knoblauch, Knoblauchpulver und gereifter Knoblauchextrakt unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Beim Extrakt ist daher die Dosierung des jeweiligen Produkts maßgeblich.
Studien untersuchen vor allem Blutfette und Blutdruck. Die Meta-Analyse von Ried und Kollegen aus dem Jahr 2013 umfasste 39 Studien und fand Hinweise auf kleine Cholesterinsenkungen, besonders bei erhöhten Ausgangswerten. Einzelne gut angelegte Studien fanden jedoch keinen Nutzen. Das Cochrane-Review von Stabler und Kollegen aus dem Jahr 2012 bewertete die Blutdruckdaten aus zwei kleinen Studien als unsicher. Knoblauchpräparate können zudem das Blutungsrisiko beeinflussen. Wenn du Blutverdünner einnimmst oder eine Operation bevorsteht, besprich die Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Für solche Präparate gilt eine Pause von mindestens sieben Tagen vor dem Eingriff.
Klinische Evidenz ↔ Historische BedeutungWir zeigen zwei getrennte Kategorien von Evidenz: klinische Evidenz aus modernen Studien und historische Bedeutung aus dokumentierter Heiltradition. Beide sind wertvoll, aber sie beantworten unterschiedliche Fragen.Mehr lesen
In jedem unserer Lexikoneinträge bewerten wir zwei unterschiedliche Kategorien von Evidenz: Die in Studien verwendete klinische Evidenz erfüllt einen engeren, aber für die wissenschaftliche Beweisführung wichtigen Maßstab. Gleichzeitig sind die hunderttausenden weltweit vorkommenden Pflanzenarten bis heute nur teilweise in modernen Studien erfasst und getestet worden.
Darüber hinaus erheben unsere Experten für jeden Eintrag einen umfassenden Überblick darüber, wo und seit wann eine Pflanze in verschiedenen Naturheilkundetraditionen zum Einsatz gekommen ist. Wenn eine Pflanze in zahlreichen Kulturen über viele Generationen hinweg als Heilpflanze verwendet wurde, sollte auch diese historische Bedeutung sichtbar werden.
Wir meinen: Ein wirklich aussagekräftiger Überblick entsteht erst, wenn beide Kategorien nebeneinander dargestellt werden. Was in welche Kategorie fällt, kommunizieren wir hier transparent.
Überblick
Knoblauch (Allium sativum) ist eine scharf duftende Zwiebelpflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse, die seit Jahrtausenden als Lebensmittel und Heilpflanze verwendet wird. Ihre Zwiebel besteht aus einzelnen Zehen mit papierdünner Hülle. Beim Zerkleinern bildet das Enzym Alliinase aus der Schwefelverbindung Alliin das reaktive Allicin. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) führt bestimmte Knoblauchzubereitungen als traditionelle pflanzliche Arzneimittel: ergänzend zur Vorbeugung von Arteriosklerose und zur Linderung von Erkältungssymptomen. Das beruht auf langjähriger Anwendung, nicht auf einem gut etablierten klinischen Wirksamkeitsnachweis. Die deutsche Kommission E bewertete Knoblauch zur Ergänzung diätetischer Maßnahmen bei erhöhten Blutfettwerten und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen positiv.
In Österreich und im deutschsprachigen Raum ist Knoblauch ein vertrautes Würzmittel und Hausmittel. In Studien werden unter anderem frischer Knoblauch, Knoblauchpulver und gereifter Knoblauchextrakt (Aged Garlic Extract, AGE) untersucht. Sie unterscheiden sich in ihren Schwefelverbindungen und lassen sich bei der Dosierung nicht gleichsetzen. Eine Meta-Analyse von Ried und Kollegen aus dem Jahr 2013 fand Hinweise auf eine kleine Cholesterinsenkung. Das Cochrane-Review von Stabler und Kollegen aus dem Jahr 2012 ließ dagegen keine sichere Aussage zur Blutdruckwirkung zu. Knoblauchpräparate ersetzen keine ärztlich empfohlene Behandlung.
Geschichte
Knoblauch zählt zu den seit Langem kultivierten Würz- und Heilpflanzen. Herodot berichtet in seinen Historien von Knoblauch als Nahrung der ägyptischen Pyramidenarbeiter; das ist eine spätere Überlieferung, kein zeitgenössischer Baubericht. Dioskurides beschreibt Knoblauch in seiner Arzneimittellehre, unter anderem bei Husten und gegen Darmwürmer. Plinius widmet ihm in der Naturkunde ein Kapitel mit dem Titel „Knoblauch: einundsechzig Heilmittel“. Solche Texte belegen historische Vorstellungen und Anwendungen, nicht deren heutige Wirksamkeit.
In der europäischen Heilkunde blieb Knoblauch als Hausmittel bei Atemwegsbeschwerden bekannt. Die EMA führt heute zwei traditionelle Anwendungsgebiete für bestimmte Zubereitungen der Knoblauchzwiebel: ergänzend zur Vorbeugung von Arteriosklerose und zur Linderung von Erkältungssymptomen. Beide beruhen auf langjähriger Anwendung. Die deutsche Kommission E bewertete Knoblauch zur Ergänzung diätetischer Maßnahmen bei erhöhten Blutfettwerten und zur Vorbeugung altersbedingter Gefäßveränderungen positiv. Diese Bewertungen sind von einem Nachweis zu unterscheiden, dass Knoblauch Herzinfarkte oder Schlaganfälle verhindert.
Wirkmechanismus
Die charakteristische Chemie des Knoblauchs beginnt mit Alliin, einer schwefelhaltigen Verbindung in der intakten Zehe. Beim Zerdrücken, Zerschneiden oder Kauen kommt das Enzym Alliinase mit Alliin in Kontakt und ermöglicht die Bildung von Allicin. Wie schnell dieses weiter zerfällt, hängt unter anderem von Temperatur und Zubereitung ab. Ein pauschaler Zerfall innerhalb weniger Minuten bei Raumtemperatur trifft nicht zu. Erhitzen verändert die Schwefelverbindungen und kann die Alliinase inaktivieren.
Gereifter Knoblauchextrakt (Aged Garlic Extract, AGE) wird durch monatelange Extraktion in verdünntem Ethanol hergestellt. Dabei verändert sich die Zusammensetzung: Allicin ist im fertigen Extrakt kaum oder nicht mehr vorhanden, während stabile, wasserlösliche Schwefelverbindungen wie S-Allyl-Cystein (SAC) enthalten sind. Solche Extrakte sind meist geruchsarm. Neben AGE werden auch Knoblauchpulver und frischer Knoblauch klinisch untersucht. Ergebnisse und Dosierungen lassen sich nicht ohne Weiteres von einer Zubereitung auf eine andere übertragen.
Die klinische Forschung zu Knoblauch untersucht vor allem Blutfette und Blutdruck. Ried und Kollegen werteten 2013 insgesamt 39 Studien zu Blutfetten aus. Hinweise auf eine kleine Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin zeigten sich besonders bei erhöhten Ausgangswerten und einer Anwendung über mehr als zwei Monate. Die Ergebnisse sind jedoch uneinheitlich: In einer sechsmonatigen Studie mit 192 Erwachsenen fanden Gardner und Kollegen 2007 weder für rohen Knoblauch noch für Knoblauchpulver oder gereiften Extrakt eine signifikante LDL-Senkung gegenüber Placebo. Das Cochrane-Review von Stabler und Kollegen aus dem Jahr 2012 umfasste zwei kleine Studien mit insgesamt 87 Menschen mit Bluthochdruck. Es ließ keine verlässliche Aussage zum Blutdruckeffekt oder zur Verhütung kardiovaskulärer Erkrankungen zu.
Kleine Untersuchungen beschreiben außerdem Veränderungen der Blutplättchenfunktion. In einer Studie mit 34 gesunden Erwachsenen beeinflusste gereifter Knoblauchextrakt bestimmte Messwerte der Plättchenaggregation und -anhaftung; untersucht wurden 2,4 bis 7,2 g pro Tag. Das belegt keinen Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall. Für die Praxis sind mögliche Wechselwirkungen mit Blutverdünnern wichtiger. Auch die Erkältungsanwendung ist klinisch nicht ausreichend abgesichert: Die EMA stützt sie auf Tradition, und ein Cochrane-Review fand keine ausreichenden Belege zur Vorbeugung oder Behandlung. Insgesamt hängen die Ergebnisse stark von Präparat und Untersuchungsziel ab. Knoblauch ersetzt keine medizinische Behandlung.
Wirksamkeit
| Ziel | Klasse | Note | Wirkung | Studien | Quellen |
|---|---|---|---|---|---|
| Blutfettwerte (Gesamtcholesterin, LDL)Die Meta-Analyse von Ried und Kollegen (2013) umfasste 39 Studien zu Blutfetten. Sie fand Hinweise auf kleine Senkungen von Gesamt- und LDL-Cholesterin, besonders bei erhöhten Ausgangswerten und einer Einnahme über mehr als zwei Monate. Die Präparate und Ergebnisse waren unterschiedlich; eine sechsmonatige Studie mit 192 Erwachsenen fand für rohen Knoblauch, Pulver und gereiften Extrakt keinen signifikanten LDL-Effekt gegenüber Placebo. Daraus folgt kein gesicherter Schutz vor Herzinfarkt oder Schlaganfall.Erwachsene mit leicht erhöhten Cholesterinwerten | VorläufigVorläufige Forschung. Erste kleine Studien deuten einen Effekt an, sind aber noch nicht repliziert. | CEvidenzqualität C. Gemischte oder begrenzte Evidenz. Kleine Studien, Signale, oder traditionelle Anwendung mit EMA HMPC Monographie zur traditionellen Anwendung. Dies ist eine Evidenzbewertung, kein Produktversprechen. | Leichte Verbesserung | [1][3] | |
| BlutdruckDas Cochrane-Review von Stabler und Kollegen (2012) schloss zwei Studien mit insgesamt 87 Menschen mit Bluthochdruck ein. Es gab Hinweise auf eine Blutdrucksenkung, doch die kleinen Stichproben und ungenauen Ergebnisse erlaubten keine verlässliche Schlussfolgerung. Daten zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Sterblichkeit fehlten. Die angegebene Studienzahl bezieht sich auf dieses Review von 2012.Erwachsene mit Bluthochdruck in den eingeschlossenen Studien | VorläufigVorläufige Forschung. Erste kleine Studien deuten einen Effekt an, sind aber noch nicht repliziert. | CEvidenzqualität C. Gemischte oder begrenzte Evidenz. Kleine Studien, Signale, oder traditionelle Anwendung mit EMA HMPC Monographie zur traditionellen Anwendung. Dies ist eine Evidenzbewertung, kein Produktversprechen. | Wirkung unsicher | [2] | |
| Thrombozytenhemmende WirkungEine randomisierte Studie mit 34 gesunden Erwachsenen untersuchte 2,4 bis 7,2 g gereiften Knoblauchextrakt pro Tag. Bestimmte Messwerte der Plättchenaggregation und -anhaftung veränderten sich abhängig von Dosis und Testverfahren. Daraus lässt sich kein Schutz vor Herz-Kreislauf-Ereignissen ableiten. Praktisch wichtig sind mögliche Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Medikamenten und der Hinweis vor Operationen.Gesunde Erwachsene; Blutplättchenfunktion als Messgröße | VorläufigVorläufige Forschung. Erste kleine Studien deuten einen Effekt an, sind aber noch nicht repliziert. | CEvidenzqualität C. Gemischte oder begrenzte Evidenz. Kleine Studien, Signale, oder traditionelle Anwendung mit EMA HMPC Monographie zur traditionellen Anwendung. Dies ist eine Evidenzbewertung, kein Produktversprechen. | Veränderte Laborwerte | [4][9] | |
| ErkältungssymptomeDie EMA führt bestimmte Knoblauchzubereitungen zur Linderung von Erkältungssymptomen als traditionelle Arzneimittel. Ein Cochrane-Review (2014) fand nur eine geeignete Studie und bewertete die Belege zur Vorbeugung oder Behandlung als unzureichend. Die traditionelle Anwendung ist deshalb kein gesicherter Nachweis einer kürzeren oder leichteren Erkältung.Erwachsene mit saisonalen Beschwerden der oberen Atemwege | TraditionellTraditioneller Gebrauch. Lange Anwendung in Volksmedizin oder offizieller EMA HMPC Monographie zur traditionellen Anwendung. | DEvidenzqualität D. Vorläufige Hinweise. Eine kleine Studie, ein Pilotbefund oder Labor- bzw. Tiermodell. Klinische Relevanz unklar. Dies ist eine Evidenzbewertung, kein Produktversprechen. | Traditionelle Anwendung | [7][9] |
Anwendung
Formen und Zubereitung
Für die Küche kannst du eine frische Zehe zerdrücken oder fein hacken. Dabei setzt die Bildung von Allicin ein; starkes Erhitzen verändert die Zusammensetzung. Ein kurzes Ruhenlassen vor dem Kochen gibt der Enzymreaktion Zeit, ist aber keine Garantie für einen gesundheitlichen Nutzen. Ob du den Knoblauch früh oder erst gegen Ende zugibst, hängt auch vom gewünschten Aroma ab. Rohen Knoblauch in Honig bei Raumtemperatur ziehen zu lassen, ist keine ausreichend geprüfte Methode zur sicheren Konservierung. Setze solche Mischungen nicht für eine längere Lagerung an; auch ein sauberes Glas macht das Verfahren nicht sicher. Für gereiften Knoblauchextrakt gelten die Zubereitungs- und Dosierungsangaben des jeweiligen Produkts. Seine Zusammensetzung lässt sich nicht in eine bestimmte Zahl frischer Zehen umrechnen.
Dosierung
Für Knoblauch als Lebensmittel gibt es keine allgemein empfohlene therapeutische Tagesdosis. Bei Arzneimitteln kommt es auf die genaue Zubereitung an. Die EMA-Monografie nennt für Erwachsene zur traditionellen ergänzenden Anwendung bei der Vorbeugung von Arteriosklerose 900 bis 1.380 mg Knoblauchpulver pro Tag, auf drei bis fünf Einnahmen verteilt. Das ist keine Dosierung für beliebige Extrakte oder frische Zehen. Für andere Zubereitungen, einschließlich gereiftem Knoblauchextrakt, gelten die Angaben des jeweiligen Produkts. Für die traditionelle Erkältungsanwendung nennt die EMA einen bestimmten Trockenextrakt (Drogen-Extrakt-Verhältnis 5:1; Auszugsmittel Ethanol 34 % V/V) mit 100 bis 400 mg pro Tag ab zwölf Jahren. Unter zwölf Jahren wird diese Anwendung nicht empfohlen; das Anwendungsgebiet Arteriosklerose richtet sich ausschließlich an Erwachsene. Halten Erkältungssymptome länger als eine Woche an oder verschlimmern sie sich, lass sie ärztlich abklären. Beachte außerdem die Hinweise zu Medikamenten und Operationen im Abschnitt Sicherheit.
Sicherheit
Verwechslungen
Ähnliche Pflanzen und Verwechslungen
Bärlauch (Allium ursinum)
Bärlauch (Allium ursinum) ist ein essbarer Verwandter mit breiten, lanzettlichen Blättern. Er wächst im Frühjahr in feuchten Laubwäldern. Beim Sammeln können seine Blätter mit denen der hochgiftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechselt werden. Der Knoblauchgeruch allein ist kein sicherer Bestimmungstest, weil er auf die Finger und andere Blätter übergehen kann. Sammle nur Pflanzen, die du anhand mehrerer Merkmale sicher erkennst, und prüfe jedes Blatt einzeln. Lass unbekannte Pflanzen stehen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen frischem Knoblauch und gereiftem Knoblauchextrakt?
Beim Zerkleinern einer frischen Zehe entsteht aus Alliin mithilfe des Enzyms Alliinase die Schwefelverbindung Allicin. Wie lange sie erhalten bleibt, hängt von Temperatur und Zubereitung ab; sie zerfällt nicht grundsätzlich schon nach wenigen Minuten. Gereifter Knoblauchextrakt (AGE) entsteht durch monatelange Extraktion in verdünntem Ethanol. Er enthält wenig oder kein Allicin, dafür stabile Verbindungen wie S-Allyl-Cystein, und ist meist geruchsarm. Studien untersuchen sowohl AGE als auch Pulver und frischen Knoblauch. Die Ergebnisse und Dosierungen sind nicht beliebig zwischen diesen Formen übertragbar.
Ich nehme Aspirin. Kann ich trotzdem Knoblauchpräparate nehmen?
Knoblauchpräparate können die Wirkung auf die Blutgerinnung verstärken und das Blutungsrisiko erhöhen. Sprich deshalb vor der zusätzlichen Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, auch wenn es sich um ein frei verkäufliches Präparat handelt. Vor einer geplanten Operation sollen Knoblauchpräparate mindestens sieben Tage pausiert werden; informiere auch dein zahnärztliches Behandlungsteam. Übliche Küchenmengen und konzentrierte Präparate sind unterschiedlich zu beurteilen, vor Eingriffen sollte die Anwendung aber insgesamt besprochen werden. Setze verschriebene Medikamente nicht eigenständig ab.
Was tun gegen den Knoblauchgeruch?
Der Geruch stammt von flüchtigen Schwefelverbindungen; ein Teil wird nach der Verdauung über die Atemluft abgegeben. Zähneputzen beseitigt ihn deshalb nicht vollständig. Roher Apfel und frische Minzblätter verringerten in einer experimentellen Untersuchung einige dieser Geruchsstoffe. Ein zuverlässiges Sofortmittel ist das nicht. Gereifter Knoblauchextrakt ist häufig geruchsärmer, unterscheidet sich aber in seiner Zusammensetzung von frischem Knoblauch. Allein wegen des Geruchs ist er kein notwendiger Ersatz für Knoblauch in der Küche.
Ist Knoblauch in Honig sicher?
Für rohen Knoblauch, der mehrere Tage bei Raumtemperatur in Honig zieht, gibt es keine ausreichend geprüfte Anleitung zur sicheren Konservierung. Dabei lässt sich ein Botulismusrisiko nicht verlässlich ausschließen. Wir empfehlen deshalb keine solche Zubereitung auf Vorrat und keine monatelange Lagerung im Schrank. Auch für einen Teelöffel dieser Mischung bei Erkältung ist keine verlässliche Wirksamkeit belegt. Honig ist unabhängig von der Zubereitung für Kinder unter einem Jahr ungeeignet.
9 Belege.
- Karin Ried; Catherine Toben; Peter Fakler. Effect of garlic on serum lipids: an updated meta-analysis. 2013. doi:10.1111/nure.12012
- Sarah N Stabler; Aaron M Tejani; Fong Huynh; Claire Fowkes. Garlic for the prevention of cardiovascular morbidity and mortality in hypertensive patients. 2012. doi:10.1002/14651858.CD007653.pub2
- Christopher D Gardner; Larry D Lawson; Eric Block; Lorraine M Chatterjee; Alexandre Kiazand; Raymond R Balise; Helena C Kraemer. Effect of raw garlic vs commercial garlic supplements on plasma lipid concentrations in adults with moderate hypercholesterolemia: a randomized clinical trial. 2007. PMID:17325296
- M Steiner; W Li. Aged garlic extract, a modulator of cardiovascular risk factors: a dose-finding study on the effects of AGE on platelet functions. 2001. doi:10.1093/jn/131.3.980S
- Hiroyuki Fujisawa; Kaoru Suma; Kana Origuchi; Hitomi Kumagai; Taiichiro Seki; Toyohiko Ariga. Biological and chemical stability of garlic-derived allicin. 2008. doi:10.1021/jf8000907
- Stephen C Piscitelli; Aaron H Burstein; Nada Welden; Keith D Gallicano; Judith Falloon. The effect of garlic supplements on the pharmacokinetics of saquinavir. 2002. doi:10.1086/324351
- Elizabeth Lissiman; Alice L Bhasale; Marc Cohen. Garlic for the common cold. 2014. doi:10.1002/14651858.CD006206.pub4
- Rita Mirondo; Sheryl Barringer. Deodorization of Garlic Breath by Foods, and the Role of Polyphenol Oxidase and Phenolic Compounds. 2016. doi:10.1111/1750-3841.13439
- European Medicines Agency, Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). European Union herbal monograph on Allium sativum L., bulbus. 2017. Quelle
Rechtlicher Hinweis: Die Darstellung historischer Bedeutung und traditioneller Verwendung dient der Einordnung im Rahmen unseres Pflanzenlexikons. Sie ist keine gesundheitsbezogene Angabe für ein Produkt, kein Heilversprechen und kein Ersatz für medizinische Beratung. Welche Aussagen auf Produktetiketten, Produktseiten oder in Werbung zulässig sind, richtet sich nach den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben.